25.06.2019 08:00 Alter: 22 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Wühlmäuse mit Fallen bekämpfen

Wühlmaushügel im Grünland erschweren die Mahd und mindern die Futterqualität. Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Nager mithilfe von Fallen in den Griff bekommen.

Foto: Hauer

Das Grünland gehört zum größten Kapital des Schaf- und Ziegenbauern. So viel Freude es macht, bestes Futter von schönen Flächen zu ernten, so bitter ist der Anblick aufgewühlter und umgegrabener Wiesen. Holprige, lückige Bestände, Trittlöcher, aufkeimendes Unkraut sind ebenso Folgen der Mausaktivität wie die größere Staubentwicklung und der höhere Maschinenverschleiß bei der Ernte – von den problematischen Auswirkungen des verschmutzten Futters auf Mensch und Tier im Stall einmal ganz abgesehen. Wer die Wühlmäuse im Grünland reduzieren will, sollte zuerst die natürlichen Feinde der Nager wie Füchse, Greifvögel oder auch Hofkatzen fördern (Sorgen Sie bei Letzteren bitte trotzdem dafür, dass sie sich nicht unkontrolliert vermehren). Installieren Sie auf größeren Wiesen Sitzstangen für Greifvögel. Denken Sie auch darüber nach, die Füchsin aus dem Nachbarwald samt ihrer Jungen am Leben zu lassen, denn die Fähe kann weit über zehn Mäuse täglich fangen. Stimmen Sie sich dazu mit Ihrem Revierjäger ab. Ist das Mausproblem dennoch zu groß und akut, ist die Fallenjagd auf die Nager das Mittel der Wahl. Eine merkliche Reduktion der Bestände ist möglich, von Ausrottung kann aber keine Rede sein. Vom Schalenwild wissen wir, dass stark bejagte Populationen mit erhöhter Fruchtbarkeit reagieren. Das dürfte auch bei den Wühlmäusen so sein. Deshalb ist die Wühlmausbekämpfung ein Ganzjahresprojekt.

Fallenjagd: So gehen Sie vor

Beginnen Sie mit dem Fallenstellen nach dem Abstreifen der Wiesen im Frühjahr. Sobald neue Erdhügel entstehen, sollten Sie die ersten Fallen auslegen. Die Wühlmaus gräbt meist flach im Boden herum, ihre Gänge können leicht von oben mit einer Haue oder per Hand geöffnet werden. Öffnen Sie einen Gang so weit, dass auf jeder Seite eine Falle aufgerichtet werden kann. Nach dem Aufstellen der Fallen kann der Tunnel bzw. der Ausgang mit einem Rasenstück wieder verschlossen werden.

Weitere Tipps, wie Sie bei der Fallenjagd richtig vorgehen, lesen Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 4/2019.