23.06.2019 08:00 Alter: 88 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Bio-Kitzaufzucht wirtschaftlich betrachtet

In zwei Beispielen zeigen wir Ihnen, welche Preise nötig sind, damit sich die Kitzmast lohnt, und welche Erlöse sich mit dem Verkauf von Jungziegen erzielen lassen.

Foto: Böhm

Von Magdalena BÖHM

Jedes Jahr fallen in der Milchziegenproduktion eine Menge Kitze an, etwa die Hälfte davon ist männlich. Zuchtbetriebe können einen Teil der weiblichen Kitze und vereinzelt auch Böcke als Zuchttiere verkaufen. Weibliche Kitze werden für die eigene Remontierung benötigt, der Großteil der männlichen Tiere muss jedoch geschlachtet werden. Das Problem dabei: Kitzmast bedeutet viel Arbeitszeit, vermehrten Platzbedarf und niedrige Erlöse. Zugleich erfordert sie viel Wissen und vor allem Ausdauer und Eigeninitiative im Bereich Marketing und Verkauf. Mit den folgenden beiden Beispielkalkulationen zeigen wir, wie sich Kosten und Erlöse der Kitzmast einerseits und die Aufzucht von Jungziegen für den späteren Verkauf als Zuchttiere andererseits auf das wirtschaftliche Ergebnis auswirken. In den Kalkulationen wurden Arbeitszeit und Fixkosten nicht berücksichtigt.

Nach der Milchphase zur Schlachtung

Die nicht gesicherten Absatzmöglichkeiten für Kitzfleisch erschweren es den Betrieben, Preise zu erzielen, die die Mast der Kitze rentabel machen würden. Betriebe, die Interesse an der Kitzmast haben, sollten sich daher bereits vor Mastbeginn mit möglichen Vermarktungswegen beschäftigen. Viele sehr gut geführte Betriebe sind bemüht, die männlichen Mastkitze mit neuen Produktideen gut zu vermarkten – auch wenn dies oft ein Nullsummenspiel ist. Um diese Realität abzudecken, zeigt die Deckungsbeitragsrechnung in unserem Beispiel, wie hoch der Preisansatz beim Bio-Kitz mindestens sein soll, um die Kosten der Aufzucht zu decken.

Die Beispielkalkulationen und weitere wirtschaftliche Details zur Mast und Aufzucht von Ziegenkitzen finden Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 4/2019.