22.06.2016 08:00 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Lohnt sich der Almauftrieb?

Wer seine Herde im Sommer alpt, spart zuhause Grundfutter ein. Andererseits erreichen Almlämmer keine so gute Schlachtleistung wie Lämmer aus Stallhaltung. Ob sich der Almauftrieb trotzdem lohnt, ist von vielen Faktoren abhängig.

Foto: michelangeloop/shutterstock.com

Die Alpung von Schafen und Ziegen ist nicht nur wichtig für die Pflege unserer Kulturlandschaft, sie kann dem Betrieb auch ökonomische
und arbeitswirtschaftliche Vorteile bringen. Der Almauftrieb ist zwar mit Aufwand verbunden, meist ist ein Almzins zu entrichten und die Lämmerverluste sind größer als bei nicht gealpten Herden, trotzdem bringt die Almhaltung auch wirtschaftliche Vorteile, die sich im Betriebsergebnis
positiv auswirken. Ob sich die Alpung im Einzelfall lohnt, muss von Betrieb zu Betrieb entschieden werden. Eine Untersuchung* der Bundesanstalt für Agrarwirtschaft hat gezeigt, dass bei der Nutzung der Alm der Gesamtdeckungsbeitrag des Betriebes größer ist als bei Betriebskonzepten
ohne Alpung. Sogar bei einer Intensivierung des Mastverfahrens und zusätzlichen Pachtflächen können die höheren Erlöse aus der Schlachtleistung die ökonomischen Pluspunkte der Almhaltung nicht überholen.

Wirtschaftliche Vorteile der Alm
Ökonomisch betrachtet bringt die Alpung der Tiere einige Vorteile mit sich. Durch das zusätzliche Futterangebot können die Heimflächen zur Futtergewinnung genutzt werden. Dadurch können insgesamt auch mehr Tiere gehalten werden als mit den Heimflächen alleine. Wenn die Herde im Sommer nicht am Betrieb ist, wird die Familie von Arbeit befreit - die frei gewordene Zeit kann sie beispielsweise für die Heuernte oder für ein Zusatzeinkommen durch unselbstständige Arbeit.

Wie sich die Augabe der Almbewirtschaftung in einem konkreten Modellbetrieb wirtschaftlich auswirkt, erfahren Sie im ganzen Artikel in der aktuellen Ausgabe von Schafe & Ziegen aktuell 4/2016.