22.10.2018 09:20 Alter: 57 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Gärheu – zwischen Heu und Silage

Weniger Verluste, höhere Futterqualität, geringeres Wetterrisiko: Gärheu kann für Schaf- und Ziegenbetriebe ein interessantes Grundfutter sein, wenn Sie einige wichtige Grundregeln beachten.

Foto: Resch

Betriebe, die nicht an der ÖPUL-Maßnahme „Silageverzicht“ teilnehmen, haben die Möglichkeit, neben klassischer Silage oder Heu eine Futterart zwischen diesen beiden zu erzeugen: Gärheu, auch als Heulage bekannt. Dabei wird das Futter vor dem Silieren stärker angewelkt und während der Konservierung weniger stark angesäuert als Silage. Ein großer Vorteil sind die niedrigeren Bröckelverluste und das geringere Wetterrisiko im Vergleich zum Bodenheu. Allerdings ist Gärheu anfälliger gegenüber Verpilzung, daher müssen Sie bei der Konservierung und beim Verfüttern einige Grundsätze beachten. Der Trockenmassegehalt (TM) von Gärheu liegt zwischen 500 und 800 g/kg Frischmasse (FM) und damit zwischen Heu und Silage. Optimales Gärheu hat ein charakteristisches Aroma: einen leichten Säuregeruch von der Milchsäuregärung und zugleich auch schon den typischen Heugeruch. Beim Silieren wird das feuchte Grünfutter durch eine Milchsäuregärung unter Luftabschluss haltbar. Je trockener das Erntegut, desto weniger Milchsäure muss für die Konservierung gebildet werden. Deshalb sinkt bei der trockeneren Heulage auch die Gefahr der Buttersäuregärung im Vergleich zur klassischen Silage.

Worauf Sie bei der Herstellung von Gärheu achten müssen und weitere nützliche Informationen lesen Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 6/2018.