01.03.2017 15:00 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Jetzt das Grünland vorbereiten

Nun ist es an der Zeit, zu überprüfen, wie die Wiesen und Weiden über den Winter gekommen sind. Daran entscheidet sich, welche Plegeeingrife notwendig sind, um einen ertragreichen Bestand für das neue Jahr zu sichern.

Foto: landpixel

Da kein Winter dem anderen gleicht und keine Region der anderen, sind die Auswirkungen der Klimaeinflüsse und der Beweidung auf das Grünland überall unterschiedlich. In der Winterzeit nehmen vor allem die Temperatur und die Schneelage Einfluss auf die Flächen und den Bestand. Daneben spielen aber vor allem der Ausgangspflanzenbestand selbst, die Nährstoffsättigung des Bodens oder ein eventueller Schädlingsbefall (Engerlinge, Wühlmäuse) weitere zentrale Rollen. Einen erheblichen Einfluss auf den Start des Wachstums der Wiesen hat auch die Dauer der Beweidung im Herbst und Frühwinter. Von den Tieren stark abgeweidete Flächen brauchen im Frühling länger, um in Ertrag zu kommen. In Regionen mit viel Schnee dürfte das Grünland dieses Jahr bei guter Bodenfeuchte rasch ins Wachsen kommen. Die große Jännerkälte ließ die Böden gut gefrieren, was mancherorts die Tätigkeit von Wühlmaus und Maulwurf einschränkte. Mancherorts wohlgemerkt, wenn etwa im Süden Österreichs lag im heurigen Winter eher wenig Schnee, sodass die Bodenfeuchtigkeit nicht besonders ergiebig ausfallen dürfte. In schneereichen Lagen könnten empfindliche Gräserarten, wie etwa das englische Weidegras (Raygras), durch Schneeschimmel auswintern.

Narbenschäden beurteilen
Geringfügige Narbenschäden können sich im Frühjahr von selbst durch den Ausgangsbestand wieder schließen. Junge Bestände sind dabei generell etwas widerstandsfähiger als alte Narben oder zu lange in den Winter gegangene Bestände. Schmelzwasserseen sollten sich jetzt nicht am Grünland bilden, denn die darunter begrabenen Bestände leiden unter Sauerstoffmangel und Fäulnis.
Wie Sie Narbenschäden behandeln und das Grünland fit für die Weidesaison bekommen, erfahren Sie im vollständigen Artikel in der aktuellen Ausgabe von Schafe & Ziegen aktuell 2/2017.