27.05.2021 00:00 Alter: 57 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Auf zur richtigen Grünland-Mahd!

Bestes Grundfutter gewährleistet eine wirtschaftliche und effiziente Fütterung unserer Wiederkäuer. Um hochwertiges Futter zu produzieren, geben wir Ihnen Anregungen zu Mähhöhe und Fahrstrategien, zwei Schlüsselfaktoren in der Futterernte.

Foto: Landwirt Archiv

Die „richtige“ Mähhöhe orientiert sich an der Narbendichte und am Pflanzenbestand. Eine klassische Mähweide ist durch eine dichte Grasnarbe und einen hohen Untergrasanteil (Wiesenrispe, Deutsches Weidelgras…) gekennzeichnet. Auf diesen Flächen ist eine Mähhöhe von 5 bis 7 cm als „richtig“ zu betrachten. Dauerwiesen, die nur gemäht aber nicht beweidet werden, weisen hingegen einen hohen Mittel- und Obergrasanteil (z.B. Knaulgras, Wiesenschwingel und Wiesenlieschgras) auf. Auf diesen Futterflächen empfiehlt sich eine Mähhöhe von 7 bis 8 cm. Auf Flächen mit einer hohen Maulwurfs- oder Wühlmausaktivität liegt die optimale Mähhöhe zwischen 9 und 10 cm, um die Gefahr der Futterverschmutzung zu minimieren. Feldfutterbestände wie Luzerne und Rotklee weisen in der Regel eine geringe Narbendichte auf. Dort empfiehlt sich eine Mähhöhe von 10 bis 12 cm. Bei zu niedrig gemähtem Futter wird verstärkt Erde in das Erntegut eingebracht. Mit der Wahl der Mähhöhe wird längerfristig die Zusammensetzung des Futterbestandes und unmittelbar die Siliereigenschaft (Futterverschmutzung durch Rohasche) beeinflusst. Von der Mähhöhe hängt auch die Arbeitshöheneinstellung der gesamten Folgemechanisierung (Zetten/Wenden – Schwaden – Ernten) ab. Mähen Sie mit dem Aufbereiter in jedem Fall um einen Zentimeter höher, um auch bei normalen Erntebedingungen eine stärkere Vermengung zwischen Erde und Futter zu verhindern. Erdige Futterverschmutzungen vermengen sich durch die Aufbereiterwirkung noch stärker mit dem Futter und wirken sich dadurch extrem negativ aus.

 

- Tiefschnitt hemmt den Folgeaufwuchs

- rechtzeitig Klingen tauschen – ansonsten bis zu zehn Prozent mehr Treibstoffverbrauch

- auf verschmutzungsgefährdeten Flächen evtl. gänzlich auf den Mähaufbereiter verzichten ca. 30 bis 50 Hektar sollte eine Klingenseite halten, bevor die Klingen gewendet werden.

 

Weitere Tipps z.B. zu Fahrstrategien lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Schafe&Ziegen aktuell! Hier gratis Probeheft bestellen.

Die Infos wurden der Broschüre LANDWIRT-Spezial, Fit für den Schnitt, vom Mai 2018 entnommen.