21.03.2019 07:00 Alter: 154 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Angepasste Almbewirtschaftung mit dem „Almdreieck“

Der Klimawandel betrifft auch die Almen. Um diese weiterhin effektiv zu bewirtschaften, sollten Almbauern früher auftreiben, den Viehbesatz anpassen und gezielte Weideführung betreiben.

Grafik: Steinberger

Wer die Almwirtschaft heute noch gleich wie früher betreibt, dem gehen Schritt für Schritt „wertvolle Weideflächen“ verloren. Teilbereiche der Alm werden über den Sommer hinweg nicht mehr ausreichend abgegrast und überständig. Als Folge nehmen z.B. Beerensträucher, Wacholder und Latschen zu und verdrängen wertvolle Untergräser, Kräuter und Blütenpflanzen aus der Weidefläche. Das wärmere Klima und ausreichend Niederschläge vor allem in alpinen Staulagen führen dazu, dass die Futtererträge in den Höhenlagen zunehmen. Eine weitere, nur wenig wahrgenommene Entwicklung aufgrund der Erderwärmung ist die Verschiebung der phänologischen Jahreszeiten: Der Winter endet etwa um zwei bis drei Wochen früher. Ebenso kann ein früherer Sommerbeginn, gemessen an der Holunderblüte, nachgewiesen werden. Für den Almbauern bedeutet dies, dass auf den Almen heutzutage das Graswachstum um etwa drei Wochen früher einsetzt als in den 1970er-Jahren. Auf vielen Almen ist der Auftriebstermin historisch festgelegt bzw. erfolgt bis heute traditionell an bestimmten Tagen. Dadurch findet das ankommende Vieh bereits einen höheren Weidebestand als in früheren Jahrzehnten vor. Auf den Almen steht somit bei gleichbleibender Weidefläche mehr Futter zur Verfügung.

So bewirtschaften Sie angepasst

Das magische Dreieck der Almbewirtschaftung besteht aus den drei Elementen Auftriebszeitpunkt, Viehbesatz und Weideführung. Als Landwirt können Sie an diesen drei Stellschrauben drehen, um die Bewirtschaftung zu optimieren.

Wie Sie die Almbewirtschaftung konkret anpassen können und was dabei zu beachten ist, erfahren Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 2/2019.