22.02.2019 12:00 Alter: 27 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

CAE vorbeugen: Seien Sie konsequent!

Für eine CAE-freie Herde sind Sie als Tierhalter selbst verantwortlich. Denn weder Impfung noch Behandlung, nur konsequentes Management helfen gegen das Virus.

Foto: Ringdorfer

Die CAE wird in einem österreichweiten Programm in Ziegenbetrieben bekämpft, wie auch Brucella ovis und Maedi-Visna in Schafbetrieben. Das Ziel sind dabei Maedi-Visna-, CAEund Brucella-ovis-freie Zuchtbetriebe. Das CAE-Virus ist nicht behandelbar und es existiert keine Impfung. Die einzige Möglichkeit der Bekämpfung ist, die Virusausscheider aus der Herde zu entfernen und eine Ansteckung zu verhindern. Es liegt in den Händen der Tierhalter, die Verbreitung dieses Virus durch konsequentes Management zu verhindern. Das Caprine Arthritis- Encephalitis-Virus zählt zu den Lentiviren und ist eng mit dem Erreger von Maedi-Visna beim Schaf verwandt. Lentiviren (lentus = langsam) verursachen langsam fortschreitende, degenerative Krankheiten. Sie bleiben lebenslang im Wirt, da sie Abwehrmechanismen des Immunsystems umgehen. Die Überlebensfähigkeit von Lentiviren in der Umwelt ist gering. Antikörper im Blut infizierter Tiere bewirken keinen Schutz vor der Krankheit. Der Erreger von HIV beim Menschen gehört übrigens ebenfalls zu dieser Virenart.

Typische Übertragungswege

Das Virus wird zellgebunden, aber auch frei über Milch und Nasensekret infizierter Tiere ausgeschieden. Hauptübertragungsweg ist die Infektion der neugeborenen Kitze durch virushaltige Milch. Das CAE-Virus kann von der Ziege auf das Schaf übertragen und rückübertragen werden. Hauptrisiko dafür ist die Ammenhaltung von Schaflämmern durch CAE-positive Ziegen oder das Tränken von infizierter Ziegenmilch an Lämmer. Für Ziegen ist die gemeinsame Haltung von Schafen und Ziegen mit gemeinsamen Futter- und Tränke-Einrichtungen riskant.

Wie Sie Ihren Bestand vor einer CAE-Infektion schützen können, erfahren Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 2/2019.