07.11.2018 11:35 Alter: 8 days
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Emotionsgeladene Generalversammlung der NÖ Schaf- und Ziegenzüchter

Die schwierige Marktlage sowie Wolfsproblematik standen bei der Versammlung am 3. November 2018 im Mittelpunkt.

v.l.n.r.: DI Karl Zottl Geschäftsführer NÖ Genetik, Veterinärdirektor Dr. Wigbert Roßmanith, Tierzuchtdirektor Dr. Andreas Moser, Obmann BR Ing. Eduard Köck, LK Vizepräsidentin ÖR Theresia Meier, DI Adolf Marksteiner LK Österreich, Geschäftsführer Johann Hörth

Bei der Generalversammlung der NÖ Schaf- und Ziegenbauern am 3. November 2018 in Heidenreichstein stand unter anderem die schwierige Marktlage, die durch die Änderung der „Abgabe an den Endverbraucher“ entstanden ist, im Mittelpunkt. Sie hatte zu einem Rückstau von Tausenden zu vermarktenden Tieren geführt und die Preise zu Fall gebracht. Gerade die kleineren Bauern wurden damit hart getroffen. Sehr große Anspannung herrscht ebenso auf dem Milchmarkt.

Wolf erhitzt die Gemüter

Ein weiteres zentrales Thema der Versammlung war das Auftreten des Wolfs in Niederösterreich. „Der große Beutegreifer hat heuer viele Schafe gerissen. Die Schafbauern verlangen, dass nicht sie für den Herdenschutz verantwortlich gemacht werden dürfen, sondern diese Aufgabe dem WWF und den Tierschutzorganisationen zu übergeben und von diesen zu bezahlen sei, zumal sie sich für die Ansiedlung des Wolfs im Alpenraum stark gemacht haben“, erklärt Obmann Eduard Köck. Besonders große Verärgerung sei bei der Generalversammlung über „wissentlich falsche und dumme Kommentare von sogenannten Wolfexperten“ laut geworden. Den Großstädtern stehe es nicht zu, darüber zu bestimmen, wie die Menschen in den peripheren Regionen Österreichs zu leben haben. Umfragen in Wien dürften nicht darüber entscheiden, ob der Wolf am Land heimisch werden solle, so der allgemeine Tenor. Die Schafbauern fordern ferner, dass sich die Tierschutzorganisationen vermehrt dem Schutz der Schafe, Ziegen und Rinder auf den heimischen Weiden zuwenden.

Die Vizepräsidentin der Landwirtschaftskammer Niederösterreich, Theresia Meier, schloss sich mit der Forderung nach einer klaren Regelung für die Beweidung im Biolandbau an, wenn die geforderten Weidetage durch den Wolf nicht eingehalten werden können.