03.03.2019 08:00 Alter: 262 days
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Drei Petitionen zum Wolf werden im Landwirtschaftsausschuss behandelt

Aus Tirol, Salzburg und dem Waldviertel kommen drei Petitionen, die nach einem Expertenhearing im Petitionsausschuss des Parlamentes nun an den Landwirtschaftsausschuss weitergeleitet wurden.

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Der Schutz der Siedlungs- und Weidegebiete vor verstärkt auftretenden Wölfen beziehungsweise Wolfsrudeln steht im Mittelpunkt dreier Petitionen, die von ÖVP-Abgeordneten aus dem Waldviertel, aus Tirol und Salzburg ins Parlament eingebracht und im Rahmen eines Expertenhearings im Petitionsausschuss umfassend diskutiert wurden. Die Debatte soll nun im Landwirtschaftsausschuss weitergeführt werden. Im Petitionsausschuss werden unterschiedlichste Anliegen, die den Menschen wichtig sind, eingebracht, gemeinsam diskutiert und mittels Stellungnahmen aus Ministerien oder Organisationen analysiert. Dann wird entschieden, ob die Materie in einem parlamentarischen Ausschuss weiter behandelt oder direkt Plenum des Nationalrates entschieden wird. „Was die Ausbreitung der Wölfe betrifft, so waren wir uns alle einig, die Anliegen der Bevölkerung beziehungsweise der Schafe-, Ziegen- und Rinderbauern weiter zu beraten und entsprechende Lösungen zu finden“, begründet ÖVP-Petitionssprecher Manfred Hofinger die Zuweisung zum Landwirtschaftsausschuss.

Weidewirtschaft in Gefahr

Nationalrat Franz Eßl hatte die „Petition für ein wolfsfreies Salzburg“, unterzeichnet vom Schaf- und vom Rinderzuchtverband, eingebracht. Er betonte, dass mit der Ausbreitung der Wölfe in Salzburg eine Weidewirtschaft, wie wir sie heute betreiben und gesellschaftspolitisch wollen, in Zukunft nicht mehr möglich sei. „Derzeit gibt es 20 bis 25 Wölfe in Österreich. Die jährliche Zuwachsrate beträgt 30 %, in 15 Jahren könnten, realistisch betrachtet, 50 bis 500 Individuen vorhanden sein“, warnte Eßl vor der zunehmenden Wolfspopulation. Zum Schutz der Weidewirtschaft sprach sich Eßl außerdem für die Forderung nach wolffreien Zonen in Europa aus.