19.12.2022 00:00 99 days
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Dauerhaft schön: Kerzen aus Filz

Ob aus leuchtenden Farben oder mit ungefärbter Wolle: Kerzen aus Filz erfreuen zur Winterzeit das Auge, müssen nie ausgeblasen werden und können trotzdem keinen Brand auslösen.

Foto: Grothues

Material

- Bergschafwolle in Rot- und Gelbtönen (gerne auch Reststücke), wahlweise Braun- Beige-Töne

- Schaschlikspieße

- verschieden große Aststücke (z.B. Birke, Holunder) 5–10 cm Durchmesser, 8–20 cm Länge

- Gummimatte als Unterlage

- Luftpolsterfolie ca. 40x40 cm

- Netz (z.B. Store, Fliegengitter)

- Schwamm oder Ballbrause zum Befeuchten

- Seife (z.B. Olivenölseife, Kernseife, Schmierseife)

- Schere, Bohrmaschine, evtl. Holzleim

 

Flammen filzen

 

1. Die Luftpolsterfolie auf die Gummiunterlage legen. Die Wolle in kleine Stücke zupfen und auf der Folie gleichmäßig eine Schicht Wolle verteilen. Damit die späteren Flammen lebhafter wirken, die verschiedenen Farben mischen. Echter wirken die Flammen in Gelb- und Rottönen, sehr harmonisch wirken sie aber auch in Naturtönen.

 

2. Nun zwei weitere Schichten Wolle gleichmäßig auflegen. Sollen die Flammen sehr groß werden, können auch noch weitere Schichten aufgelegt werden, damit die Flammen dicker werden.

 

3. Warmes Wasser mit Seife vorbereiten. Auf einen Liter Wasser kommen etwa zwei Esslöffel Schmierseife. Das Wasser sollte sich seifig anfühlen. Das Netz auf die Wolle legen und die Wolle gut mit dem Seifenwasser befeuchten. Zum Befeuchten kann das Seifenwasser mit einer Ballbrause aufgesprüht werden. Genauso gut kann man es auch mit einem Schwamm aufträufeln. Mit den flachen Händen die Wolle zusammendrücken, bis sie ganz durchfeuchtet ist und keine Luft mehr dazwischen ist. Zum Anfilzen mit flachen Händen über die Wolle reiben, bis die Wollfasern anfangen sich zu verbinden. Dabei darf es leicht schäumen. Sollte das nicht der Fall sein, mit einem Seifenstück weitere Seife auftragen.

 

4. Sobald die Oberfläche sich zu verfilzen beginnt, kann das Netz weggenommen werden. Jetzt wird gewalkt: Das Wollvlies wird mit der Luftpolsterfolie eingerollt und hin und her gerollt. Dann wieder ausgerollt und von der nächsten Seite eingerollt. Von jeder Seite etwa 50 Mal hin- und herrollen. So lange bis ein halbwegs fester Filz entstanden ist. Diesen nun gründlich auswaschen, bis das Wasser klar ist. Wer möchte, kann im letzten Spülgang einen Schuss Essig ins Wasser geben. Das Wasser gut ausdrücken, den Filz glattstreichen und zum Trocknen auflegen oder hängen.

 

Kerzen bauen

 

Ist der Filz gut getrocknet, werden die Flammen ausgeschnitten. Dafür mit einer scharfen Schere (Stoffschere) Ovale mit einem Spitz in Flammenform ausschneiden. Die Größe der Flammen richtet sich nach der Größe des Baumstücks (Kerze) und ist zwischen 7 und 11cm lang und zwischen 3 und 6 cm breit. Die Form der Flammen darf ruhig ein wenig unterschiedlich sein.

Als Docht dient ein etwa 10 cm langes Stück Schaschlikspieß. Den Spieß mit der spitzen Seite in die Unterseite der Flamme stecken. In die Oberseite des Aststücks ein 2 cm tiefes Loch bohren, in der Dicke des Schaschlikspießes. Die Flamme mit dem Holzspieß in das Holz stecken. Sollte der Spieß nicht fest genug stecken, kann man ihn mit Holzleim befestigen.

 

 

Tipp: Sollten Sie Filz übrig haben, können Sie aus den Resten Herzen oder Sterne ausschneiden. Diese können dann als Dekoration den Türschmuck oder den Adventkranz schmücken. Genauso schön sind sie auch an einer kleinen Schnur als Geschenksanhänger.

 

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