16.05.2017 14:15 Alter: 2 yrs
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Wolfsangriff in Tirol: Bauernbund fordert wolfsfreie Gebiete

Inzwischen steht fest dass die getöteten und verletzten Schafe im Tiroler Stubaital auf das Konto eines italienischen Wolfes gehen. Der Bauernbund fordert nun eine umfassende Lösung für den Umgang mit dem Wolf in den Alpen.

Foto: Kit Korzun/shutterstock.com

Ende April wurden in Fulpmes drei tote und vier verletzte Schafe gefunden, von denen drei getötet werden mussten. Die DNA-Analyse ergab, dass die Tiere von einem Wolf gerissen wurden. Bauernbund-Direktor Peter Raggl sieht jetzt Handlungsbedarf, was den Umgang mit Wölfen in den Alpen angeht. Er fordert nun rasch eine konzentrierte, umfassende Lösung im Umgang mit Wölfen im Ostalpenraum, denn die heimische Form der Almwirtschaft sei mit dem Wolf nicht kombinierbar. Dass der Wolf aus den angrenzenden Ländern nun auch nach Tirol komme, sei absehbar gewesen. Deswegen habe man in Osttirol auch Herdenschutzprojekte gestartet - leider mit wenig Erfolg. Raggl spricht sich daher für wolffreie Zonen zum Schutz der Weide- und Almwirtschaft aua.

 

Bayern fordert Bestandsregulierung

Auch in Deutschland und Südtirol häufen sich die Wolfssichtungen und Risse. In Bayern wurde bereits das erste Wolfspaar bestätigt, von einer baldigen Rudelbildung ist auszugehen. "Diese Entwicklung stellt die Weide- sowie Freilandhaltung über alle Tierarten hinweg vor unlösbare Probleme und birgt auch Probleme wie auch Gefahren für die übrige Land- und Forstwirtschaft, die Jagd sowie den ländlichen Raum", stellt Bauernpräsident Walter Heidl in einem Brief an die bayerische Umweltministerin, Ulrike Scharf, fest. In einem Positionspapier fordert deshalb eine breite Allianz von Organisationen der bayerischen Land- und Forstwirtschaft von Scharf, dass die notwendigen Maßnahmen gegen den Wolf als großen Beutegreifer gesetzt werden. Zur Aufrechterhaltung der bisher üblichen Weidewirtschaft seien praktikable Regelungen und Möglichkeiten für Bestandsregulierungen notwendig.