27.11.2017 09:10 Alter: 238 days
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Wolf in Oberösterreich ließ sich nicht vertreiben

Ein auffällig stattlicher Wolf hat in Bad Kreuzen mitten am Tag drei Bauernhöfe aufgesucht und ließ sich nicht vertreiben. Woher der Wolf stammt, sollen DNA-Proben zeigen.

Symbolfoto (Rudmer Zwerver/shutterstock.com)

Jagdleiter Karl Bauernfeind wurde am 20. November 2017 gegen 13.45 Uhr von einem Landwirt zu dessen Hof nach Bad Kreuzen im Bezirk Perg in Oberlösterreich gerufen. Ein Wolf trieb sich zehn Meter vom Freilaufstall herum und wanderte dann zum nächsten Hof weiter. Dabei hat er wohl einen Hahn erlegt, den das Raubtier ungestört von den Augenzeugen sofort verzehrte. Gegen 16:00 Uhr zog das Tier schließlich von dannen.

Auch mit dem Auto ließ sich der Wolf nicht vertreiben, berichtet Jagdleiter Bauernfeind und bewertet dieses Verhalten als auffällig. Deshalb hält es Wolfsexperte Georg Rauer auch für sehr unwahrscheinlich, dass das Tier aus freier Wildbahn stammt. Rauer vermutet, dass es sich bei dem Wolf möglicherweise um einen Ausreißer aus einem Gehege handeln könnte. Auch der überaus gute Ernährungszustand des Wolfes würde darauf hinweisen.

DNA-Proben sollen Wolf identifizieren

An den Überresten des gerissenen Hahns stellte Rauer zwei Tage später DNA-Proben sicher. Sie sollen Aufschluss darüber geben, ob der Wolf bereits in der DNA-Datenbank registriert ist oder von einem registrierten Tier abstammt. Nach derzeitigem Wissensstand gehören aktuell sieben Wölfe zum österreichischen Rudel am Truppenübungsplatz in Allentsteig im niederösterreichischen Waldviertel. Einige der Jungtiere aus dem ersten Wurf im Jahr 2016 dürften mittlerweile abgewandert und auf der Suche nach eigenen Revieren sein. Wie viele Wölfe derzeit durch Österreich streifen, lässt sich nicht genau sagen.

 

Quelle: kurier.at