12.12.2016 11:32 Alter: 4 yrs
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Umweltminister fordern mehr Unterstützung der Schafhaltung

Derzeit werden in Deutschland viele Instrumente der Gemeinsamen Agrarpolitik die die Schafhaltung unterstützen könnten nicht ausgenutzt. Das soll sich bald ändern, fordern die Umweltminister der Länder.

Foto: Andrea Wilhelm/shutterstock.com

Die Umweltminister von Bund und Ländern haben sich für eine stärkere Unterstützung der Schafhaltung ausgesprochen. Wie das thüringische Umweltministerium berichtete, wurde die Bundesregierung einstimmig dazu aufgefordert, alle Möglichkeiten zur verstärkten Förderung der Schafhaltung in Deutschland auszuloten. „Ziel muss es sein, ab 2017 die EU-seitig vorhandenen Spielräume der Förderung der Schafhaltung auch in Deutschland endlich zu nutzen“, unterstrich Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund zum Abschluss der Umweltministerkonferenz (UMK) Anfang Dezember.

Ohne die Beweidung mit Schafen und Ziegen würden sich viele seltene Arten im Offenland kaum erhalten lassen. Schäfer seien Berufsnaturschützer. „Diesen Berufsstand dürfen wir nicht aussterben lassen“, so Siegesmund. Sie beklagte, dass Deutschland in der nationalen Umsetzung der Gemeinsamen Agrarpolitik (GAP) derzeit in vielen Bereichen auf die Ausschöpfung der Gestaltungsspielräume verzichte, die den Mitgliedstaaten von der EU eingeräumt würde.

Die Forderung der UMK zielt laut Siegesmund darauf ab, die Förderung der Schafhaltung über verschiedene Instrumentarien zu verbessern. Das beinhalte sowohl die Möglichkeit einer Wiedereinführung der Mutterschafprämie in der Ersten Säule der GAP als auch die stärkere Umschichtung von Geldern in der Zweiten Säule. Mit diesen Mitteln könnten die Bundesländer eigene Förderprogramme für den ländlichen Raum auflegen.

AgE