18.12.2020 02:00 Alter: 116 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Übergangsfrist für GAP bis 2022 fix

Die bisherigen Regeln sollen bis zum Übergang zur neuen GAP 2023 bestehen bleiben und für Planungssicherheit sorgen. Zusätzlich sollen in dieser Zeit zusätzliche acht Milliarden Euro aus dem Aufbaufonds „Next Generation EU“ fließen.

Foto: Marian Weyo/shutterstock.com

Die Übergangsfrist für die Gemeinsame EU-Agrarpolitik (GAP) bis inklusive 2022 ist nun bestätigt. „Das bringt Planungssicherheit für die nächsten zwei Jahre - es gibt frisches Geld zu allen geläufigen bisherigen Regeln. Zusätzliche acht Milliarden Euro aus dem Aufbaufonds „Next Generation EU“ untermauern dieses richtige Konzept, das einen reibungslosen Übergang auf die neue GAP ab 2023 ermöglicht. Unsere Landwirtschaft sorgt in der Krise für die Versorgungssicherheit mit qualitativ hochwertigen Nahrungsmitteln, da ist es ein positives Signal, dass es gleich ab kommendem Jahr mehr Unterstützung von EU-Ebene gibt“, sagt Simone Schmiedtbauer, Agrarsprecherin der ÖVP im Europaparlament, zur Bestätigung der Übergangfrist im Plenum des Europaparlaments.

„30 Prozent der zusätzlichen acht Milliarden Euro fließen 2021 und der Rest im Jahr darauf“, informiert Schmiedtbauer. „Rund ein Drittel der Mittel soll für Klima-, Umwelt- und Tierschutzmaßnahmen verwendet werden, 55 Prozent sollen zielgerichtet die soziale und digitale Transformation der Landwirtschaft fördern. Präzisionslandwirtschaft, Digitalisierung der ländlichen Regionen, Unterstützung von Junglandwirten und die Stärkung lokaler Märkte sind hier die wichtigen Stichworte.“

„Die Welternährungsorganisation FAO schätzt, dass sich die Anzahl der unterernährten Menschen in der Welt im Jahr 2020 durch die COVID-19-Pandemie um 83 bis 132 Millionen Menschen erhöht. Zusätzlich zur derzeitigen Gesundheitskrise droht eine Ernährungskrise. Da kommt einer gut funktionierenden Landwirtschaft eine Schlüsselrolle zu. Gut, dass sich die Bäuerinnen und Bauern daher vorerst nicht mit neuen Regeln herumschlagen müssen, sondern sich auf das konzentrieren können, was am Weg aus der Krise zählt: Die Sicherstellung unserer Lebensmittelversorgung mit qualitativ hochwertigen Agrarprodukten und die Erholung der Betriebe, die durch die COVID-19-Krise geschwächt wurden“, schließt Schmiedtbauer.

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