17.12.2017 08:00 Alter: 183 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Stoffwechselstörungen rund um die Geburt

Trächtige und gebärende Schafe und Ziegen brauchen besondere Betreuung, eine optimale Fütterung und beste Umweltbedingungen. So können Probleme rund um die Geburt vermieden werden.

Foto: Lang

Nach einer Trächtigkeitsdauer von durchschnittlich fünf Monaten (147-155 Tage) gebären Schafe und Ziegen in der Regel Mehrlinge. In der Vorphase zur Geburt gilt es, einige Aspekte der Haltung und Fütterung zu berücksichtigen. Die Ablammung muss unter möglichst hygienischen Bedingungen stattfinden. Dazu eignen sich Ablammboxen sehr gut. Auf Betrieben mit höheren Tierzahlen ist eine Ablammung in der Gruppe sinnvoller, wobei der Stall entmistet, gereinigt, desinfiziert und mit einwandfreier Einstreu versehen sein muss. Schon lange vor der Geburt können Sie mit der richtigen Fütterung die häufigsten Stoffwechselerkrankungen Ketose und Gebärparese verhindern.

Energiemangel führt zu Ketose

Erkrankungen an Ketose (Trächtigkeitstoxikose) treten gehäuft bei älteren Tieren, bei Tieren mit Mehrlingsträchtigkeit sowie bei hoher Milchleistung auf. Durch das Größenwachstum der Föten, insbesondere im letzten Drittel der Trächtigkeit, steigt der Energiebedarf sehr stark an. Der Stoffwechsel hält immer zuerst die Versorgung der Föten aufrecht, was zu Lasten der Energieversorgung des Muttertieres geht. Dadurch kann auch ein klinisch gesundes Mutterschaf bei der Geburt zu geringe Energiereserven haben und sich in einer sehr labilen Stoffwechsellage befinden. Jede zusätzliche Belastung (Schwergeburt, subklinische/klinische Parese, Parasitenbefall, Kalzinose, Euterentzündung, fieberhafte Infektionen bzw. jeder die Fresslust störende Stressor) führt dann unweigerlich zu einer Entgleisung des Energiestoffwechsels mit dem Krankheitsbild der Trächtigkeitsketose.

 

Wie Sie durch die richtige Fütterung diese und andere Probleme rund um die Geburt verhindern können, lesen Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 1/2018.