27.04.2016 10:32 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Seltene Ziegenrassen im Alpenraum

Es gibt viele alte Ziegenrassen im Alpenraum. Der Fortbestand der seltenen Rassen ist aber keineswegs gesichert, denn die Populationen sind klein und die Erhaltungszucht wird nur spärlich gefördert.

Foto: R. Wallner

Bei den seltenen Ziegenrassen war und ist die regionale Vielfalt viel höher als bei den Schafrassen. Die kleinen Bestände und die Isolation der Gebirgsregionen haben zu einer großen Rassenvielfalt auf oft engstem geografischem Raum beigetragen. Viele Rassen sind sich zwar äußerlich sehr ähnlich, die Untersuchung des Erbgutes zeigt aber klare Unterschiede in der Zuchtgeschichte auf. In Deutschland gibt es keine bundesweiten Förderprogramme zur Erhaltung seltener Nutztierrassen. Es liegt im Ermessen jedes einzelnen Landes, ob Programme zur Erhaltungszucht für bestimmte Rassen gestartet und finanziert werden. Ohne gezieltes Zuchtprogramm besteht für jede Nutztierrasse die Gefahr, durch Einkreuzung anderer, leistungsstärkerer Rassen langsam verdrängt zu werden und zu verschwinden. Ein Beispiel dafür ist die Blobe-Ziege. Diese alte Rasse, die traditionell in den Tälern Nord- und Südtirols anzutreffen war, wurde sukzessiv von moderneren Rassen verdrängt. In Südtirol gingen die Bestände der Blobe-Ziege zum Teil im Bestand der Passeirer Gebirgsziegen auf.


Welche unterschiedlichen Fördermaßnahmen es in Österreich, Deutschland und Italien zur Erhaltung der seltenen Ziegenrassen gibt, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe von Schafe & Ziegen aktuell 3/2016.