30.05.2018 15:25 Alter: 78 days
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Salzburg will Herdenschutz fördern

Nach weiteren DNA-Nachweisen für Wolfsattacken kam das einberufene Expertengremium zu ersten Entscheidungen. Das Land wird Herdenschutzzäune und -hunde künftig finanziell unterstützen – sofern sie sinnvoll sind.

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Vier weitere Wolfsattacken in Salzburg - nach Pfarrwerfen und Werfen-Tenneck - hat die Veterinärmedizinische Universität in Wien nun bestätigt. In St. Johann Urreiting und Einöden waren die Ergebnisse der DNA-Untersuchungen eindeutig, ebenso in Hüttau und Eben. Bei Fällen in Faistenau und Mitterberghütten handelte es sich nicht um einen Wolf. Am 29. Mai 2018 tagte zum ersten Mal das Wolf-Expertengremium bei Landesrat Josef Schwaiger. Erste Ergebnisse: Das Land Salzburg wird Herdenschutzzäune und -hunde fördern. "Wir sind heute weggekommen von einer Diskussion, bei der es nur noch Schwarz oder Weiß gab. Es gab eine Annäherung der Interessengruppen, wir verfolgen jetzt dasselbe Ziel", kommentierte Schwaiger nach der Sitzung das Gesprächsklima.

Sinnvolle Herdenschutzmaßnahmen werden gefördert

Das Expertentreffen lieferte erste Ergebnisse: Herdenschutzzäune werden in Zukunft vom Land Salzburg mit bis zu 35% der Kosten gefördert. Dabei gibt es eine Bedingung: Sie müssen sinnvoll und für den Betroffenen in der Umsetzung zumutbar sein. "Ich werde in dieser Hinsicht jeden einzelnen Fall individuell prüfen", versicherte Wolfsbeauftragter Hubert Stock. Ähnliches gilt für Herdenschutzhunde, die außerdem nachweislich ausgebildet sein müssen. Landesrat Schwaiger ist bei den Schutzzäunen noch ein anderer Aspekt wichtig: "Das Problem darf nicht zum Nachbarn geschoben werden. Beim einen sind Zäune umsetzbar, beim anderen nicht. Deswegen darf dieser aber keinen Nachteil haben", so Schwaiger.

Nächstes Treffen sobald wie möglich

In naher Zukunft wird sich das Expertengremium erneut treffen. Der Hauptfokus wird dann auf der Definition liegen, was ein "Problemwolf" ist und welche Maßnahmen bei einer entsprechenden Einstufung ergriffen werden können.