27.08.2018 09:45 Alter: 114 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Pseudotuberkulose - So schützen Sie Ihren Bestand

Die Fälle von Pseudotuberkulose häufen sich. Um die Ausbreitung zu verhindern, sind regelmäßige Untersuchungen und besondere Vorsicht beim Tierverkehr nötig. Beim Kampf gegen die Seuche zählt jeder Betrieb.

Foto: Schoder

Durch die Zunahme der Bestandsgrößen und den regen nationalen und internationalen Tierhandel hat die Pseudotuberkulose in den letzten Jahren stark zugenommen. Pseudotuberkulose ist keine anzeige- oder meldepflichtige Tierseuche, deshalb muss sich jeder Betrieb selbst absichern. Die Pseudotuberkulose bei Schafen und Ziegen wird durch den Erreger Corynebacterium pseudotuberculosis hervorgerufen und ist nicht verwandt mit dem Erreger der Tuberkulose oder Paratuberkulose. Das Bakterium dringt über Haut- oder Schleimhautverletzungen in den Körper ein. Je nach Eintrittsstelle kommt es zu Entzündungen der inneren oder äußeren Lymphknoten. Daraus können Abszesse entstehen, die aufbrechen und massenhaft Bakterien in die Umwelt freisetzen, wo sie bis zu einem Jahr ansteckungsfähig bleiben können. Die Übertragung erfolgt in den meisten Fällen durch Tierzukauf, aber auch über Personen oder Tierkontakt auf der Weide etc. Es handelt sich um eine chronisch verlaufende und ansteckende Infektionskrankheit, die sich in den betroffenen Beständen kontinuierlich ausbreitet. Die Erreger können entweder direkt(aus frisch eröffneten Abszessen) oder indirekt über eine Blutprobe nachgewiesen werden. Bei Kontakt des Immunsystems mit dem Erreger werden nach drei bis vier Wochen Antikörper gebildet, die im Blut nachweisbar sind.

Blutproben geben Sicherheit

Derzeit gibt es in Österreich keine gelenkten, einheitlichen Maßnahmen gegen die Pseudotuberkulose. Der TGD Oberösterreich bietet seit 2012 ein freiwilliges Bekämpfungs- und Sanierungsprogramm an, das eine stärkere Ausbreitung der Krankheit verhindern soll. Grundlage des Programms ist der indirekte Erregernachweis in Blutproben.

Welche konkreten Maßnahmen dabei helfen, die Verbreitung zu verhindern und den Bestand zu sanieren erfahren Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 5/2018.