27.04.2016 10:32 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Neue Strategien zur Entwurmung

Parasiten sind ein Dauerbrenner. Inzwischen weiß man: Eine Pauschal-Entwurmung hilft auf Dauer nicht weiter. Gefragt sind individuelle Maßnahmen für den Einzelbetrieb und das Einzeltier.

Foto: Schoiswohl

Parasiten hemmen den Wuchs, führen zu Todesfällen, mindern die Milchleistung und senken die Immunität. Ziel bei der Entwurmung ist es, die Infektionsketten zu unterbrechen und auch den Kontakt zwischen Tieren verschiedener Altersgruppen und Risikostufen zu minimieren. Die tierärztliche Bestandsbetreuung dient der präventiven Überwachung von Herden, um die Tiere durch frühzeitige Diagnostik und ständige Maßnahmen gesund zu erhalten und den Tierarzneimittel-Einsatz zu senken. Wichtig ist es, sämtliche betriebliche Abläufe zu besprechen, damit der gesamte Problembereich eingegrenzt werden kann. Der Einsatz von Antiparasitika und Chemotherapeutika sollte dabei nur wenn notwendig, möglichst gezielt und nach einem genauen Handlungsplan erfolgen. Man unterscheidet die Therapie von Einzeltieren, Gruppen- oder ganze Bestandsbehandlungen. Diese gezielte Behandlung („selected treatment“) setzt eine laufende Diagnostik voraus, um die stark verwurmten Einzeltiere rechtzeitig zu erkennen.

Wie zeitgemäßes Parasitenmanagement aussehen kann und welche neuesten Erkenntnisse aus aktuellen Praxisversuchen gezogen werden können, lesen Sie in der aktuellen Ausgabe von Schafe & Ziegen aktuell 3/2016.