23.10.2017 15:00 Alter: 3 yrs
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Lippengrind bei Schafen und Ziegen

Lippengrind ist eine Virusinfektion, für die Schafe und Ziegen besonders empfänglich sind. Abhilfe schafft nur konsequente Quarantäne, denn die schmerzhaften Pusteln sind hoch ansteckend – auch für den Menschen.

Foto: Ringdorfer

Hinter dem Lippen- oder Maulgrind steckt das Orf-Virus (Parapoxvirus ovis), das besonders Schafe und Ziegen, aber auch andere Huftiere befällt und auch auf den Menschen übertragen werden kann. Lippengrind ist global weit verbreitet und hoch ansteckend. Auch Rotwild, Lamas, Alpakas und sogar Hunde und Katzen können erkranken. Eine Übertragung auf Rinder ist nicht bekannt. Bei den Menschen sind vor allem Berufsgruppen wie Landwirte, Viehhändler, Metzger und Tierärzte betroffen.

Typische Pusteln am Maul

Die Krankheit äußert sich vor allem durch schmerzhafte Hautläsionen, kleine Bläschen und Pusteln an wenig behaarten Stellen am Kopf, wie Lippen, Mundwinkel, Nasenspiegel, Augenbereich und Ohren. Sogar Zunge, Gaumen, Zahnfleisch, Schleimhäute im Maul, in der Speiseröhre, im Vormagen, im Darm, in den Atemwegen und das Herz können infiziert werden. Auch am Kronsaum, zwischen den Klauen, am Euter und an den äußeren Geschlechtsorganen hinterlässt die Krankheit sichtbare Spuren. Deshalb unterscheidet man, je nach Körperregion, zwischen der Lippenform, der Fußform und der genitalen Form. Nach der Infektion kommt es innerhalb weniger Tage zu leichten Rötungen, gefolgt von nässenden Stellen und der Ausbildung von Pusteln. Nach ca. einer Woche verschorfen die infizierten Hautpartien und heilen meist innerhalb eines Monats ohne größere Komplikationen ab.

Wie Sie bei einer Lippengrindinfektion am besten vorgehen und wie sich ein Befall vermeiden lässt, lesen Sie im vollständigen Artikel in Schaf & Ziege aktuell 6/2017.