21.04.2017 10:20 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Gute Weide will geplant sein

Die Weide ist die natürlichste Nahrungsquelle für Schafe und Ziegen. Trotzdem ist es zu wenig, die Herde „einfach raus“ zu lassen. Hier erfahren Sie die wichtigsten Fakten zu Weidesystemen und dem richtigen Weidemanagement.

Foto: Ringdorfer

Weidefutter ist kostengünstig und bei gutem Grünland kann der Nährstoffbedarf ohne allzu viel Ergänzungsfutter gedeckt werden. Besonders die Umstellung auf die Weidehaltung und die Art der Weideführung sind wichtige Entscheidungen, die Sie je nach betriebsindividueller Lage gezielt treffen sollten.

Standweide oder Koppelweide
Es gibt verschiedene Weidesysteme: Standweide, Koppelweide und Portionsweide. Die Standweide ist darunter jene mit dem geringsten Arbeitsaufwand: Die komplette verfügbare Weidefläche wird einmal eingezäunt und die Tiere verbringen die gesamte Weidezeit auf dieser Fläche. Der Nachteil dieses Systems liegt in der schlechten Ausnützung des Futters. Die Tiere selektieren mehr, beliebtere Pflanzen werden stärker verbissen, weniger wertvolle Arten bleiben übrig. Dadurch leidet der Bestand hochwertiger Futterpflanzen, während sich mindere stärker vermehren können. Auch die Belastung mit Magen-Darm-Parasiten, Leberegeln oder Lungenwürmern ist bei Standweide größer. Eine intensive Form der Standweide ist die Kurzrasenweide. Dabei hält man die Wuchshöhe konstant zwischen fünf und neun Zentimetern und muss die Fläche und den Tierbesatz laufend abstimmen. Das System ist arbeitsintensiv, bringt aber eine sehr gute Ausnützung der Futters bei sehr guter Qualität.

Welche weiteren Weidesysteme es gibt und was Sie bei der Weidehaltung sonst noch beachten sollten, lesen Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 3/2017.