21.04.2019 08:00 Alter: 27 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Die richtige Schafrasse für meinen Betrieb

Die folgenden Überlegungen können Ihnen dabei helfen, die für Ihren Betrieb passende Schafrasse zu finden.

Foto: Lang

Trotz der großen Vielfalt ist die Frage nach der „richtigen“ Schafrasse im Grunde nicht ganz so schwierig zu beantworten. Prüfen Sie die Rahmenbedingungen Ihres Betriebes und stellen Sie sich die zwei wichtigsten Fragen: Was wollen Sie erzeugen? Wie wollen Sie vermarkten? Die gewählte Produktionsrichtung Milch, Lämmer oder Landschaftspflege engt die Anzahl geeigneter Rassen bereits mehr oder weniger stark ein. Hinsichtlich der Vermarktung gilt: Wer für den Markt produziert, muss die Anforderungen der Abnehmer an das Produkt einhalten. Das ist mit manchen Rassen besser, mit anderen kaum zu erreichen. Bei Direktvermarktung ist der Rassen- Spielraum prinzipiell größer – ebenso wie der Vermarktungsaufwand.

I Milcherzeugung

Steht die Milchproduktion im Mittelpunkt, kommen nur Rassen mit besonders guter Milchleistung und entsprechenden Inhaltsstoffen infrage:

Ostfriesisches Milchschaf

- Ausgezeichnete Fruchtbarkeit (180–210 %), saisonaler Brunstzyklus

- Hohe Milchleistung

Lacaune

- In Reinzucht auch gute Lämmerqualitäten möglich

- Gute Milchleistung mit hohen Inhaltsstoffen

- Saisonal lange Brunstsaison

Es gibt weitere Rassen wie z. B. das Krainer Steinschaf, das als „Zweinutzungsrasse“ ebenfalls über gute Milchleistung verfügt.

II Lämmerproduktion</>

Hier ist die Form der Vermarktung entscheidend: Bei Direktvermarktung sind mehr unterschiedliche Rassen denkbar als bei der Vermarktung über Organisationen oder Händler. Dort gilt es nämlich, die Anforderungen der Abnehmer an den Schlachtkörper (Gewicht, Alter, Rasse) einzuhalten. Nur wenn Sie diese erfüllen können, ist die Abnahme gesichert und Sie können gute Erlöse erzielen.

Welche verschiedenen Rassenkombinationen sich für welche Betriebszweige besonders eignen, erfahren Sie im vollständigen Artikel in Schafe & Ziegen aktuell 3/2019.