16.11.2020 01:00 Alter: 148 days
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Den Rucksack klein halten

Landwirtschaft beeinflusst die Umwelt. Auch jeder Schafhalter trägt einen Rucksack voller Umweltwirkungen, die entweder direkt auf seinem Hof oder in der ganzen Welt wirken.

Foto: HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Umweltwirkungen sind nun zuerst einmal nichts Gutes! Gemäß ihrer Definition sind es Schadwirkungen, die entstehen, weil ungenutzte Teile nicht in das Produkt ein-, sondern in die Umwelt verloren gehen. Ein Beispiel dafür ist der landwirtschaftliche Nährstoffkreislauf: Nährstoffe die als Dünger ausgebracht werden, müssen im Ertrag der Felder wieder gebunden werden, sonst gehen sie verloren. Im Pansen der Schafe entsteht Methan, ein starkes Treibhausgas. Überschüssiger Stickstoff der Ausscheidungen wird zu geruchsintensivem Ammoniak umgewandelt oder kann im Boden zu Lachgas, ebenfalls einem wirksamen Treibhausgas umgewandelt werden. Gibt es in Steillagen starke Erosion, wird unter Umständen Phosphor ausgespült. Auch bei der Erzeugung von Maschinen und Gebäuden fallen viele verschiedene Umweltwirkungen an. Langfristig besonders belastend sind Schwermetalle aus dem Bergbau und der Metallindustrie. Auch wenn diese Wirkungen nicht auf dem eigenen Hof anfallen, global entsteht doch irgendwo ein Schaden, den wir mit dem Kauf des Inventares zu verantworten haben. Das gilt auch für den Zukauf von Kraftfutter, das in der konventionellen Landwirtschaft auch mit der Wirkung von Pflanzenschutzmitteln belastet ist. Zu guter Letzt ist der Einsatz von fossiler Energie immer mit globalen Wirkungen behaftet. All diese Dinge können den Klima-Rucksack eines Schafhalters beschweren. Doch auch der Nutzen der Schafhaltung in der Landschaftspflege und Offenhaltung von Almen muss berücksichtigt werden. Eine gute Beziehung zwischen der Schafhaltung und der Umwelt, besonders in Bezug auf die Landbewirtschaftung, wird am Ende immer dann entstehen, wenn dieser Rucksack möglichst klein ist. Den vollständigen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 6/2020 von Schafe&Ziegen aktuell! Hier gratis Probeheft bestellen.