23.04.2017 07:00 Alter: 4 yrs
Kategorie: Aktuelles Heft, Startseite

Britische Schafhalter konsultieren Tierärzte nur selten

Eine Studie hat gezeigt, dass Großbritanniens Schafhalter nur selten den Tierarzt beiziehen und nur dann wenn gravierende Probleme auftauchen. Die Tierärzteschaft will durch gezielte Maßnahmen das Verhältnis zu den Bauern verbessern.

Foto: elvisvaughn/Shutterstock.com

Eine Studie hat gezeigt, dass britische Schafhalter zögern, wenn es darum geht, tierärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen. Die meisten ziehen den Tierarzt erst bei gravierenden Gesundheitsproblemen hinzu. Viele Schafhalter sind der Meinung, die Tierärzte wären zu wenig auf Schafe spezialisiert, es würde an Expertise fehlen, außerdem streben die Betriebsleiter ein größtmögliches Maß an Selbstbestimmtheit an, auch in tiergesundheitlichen Fragen. Die Untersuchung wurde von einer Tierärzte- Vereinigung durchgeführt, um besser zu verstehen, unter welchen Umständen Schafhalter Tierärzte beiziehen.

Die Befragung hat gezeigt, dass eine Fülle an Fachwissen und Beratungsangeboten für Schafhalter verfügbar ist, sodass Tierärzte nur im äußersten Notfall einbezogen werden. Außerdem sind viele Bauern der Meinung, die Tierärzte würden sich kaum auf Schafe spezialisieren und hätten zu wenig Fachwissen über kleine Wiederkäuer. Die Tierärzteschaft kam deshalb zu der Erkenntnis, dass ein intensiverer Kontakt zu den Schafbetrieben und vertiefende Kurse in der tierärztlichen Ausbildung nötig seien, um die Situation zu verbessern. Es wurde bereits ein eigenes Schaf-Netzwerk für britische Tierärzte installiert, das dazu beitragen soll, mehr spezialisierte Tierärzte für Schafe heranzubilden. Auf diese Weise sollen Tierärzte künftig kompetente Ansprechpartner mit einem verbesserten Betreuungsverhältnis für Schafbetriebe sein.

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